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In Gedenken an  

Irene Butter

 

geboren am 11. Dezember 1930

in Berlin

- 

gestorben am 02. Oktober 2026

in Ann Arbor /USA

‏נצבה״ח‏‎



 

 

Eindrücke von Besuchen in Laupheim

 

2014
Ben Landau der Urenkel von Lasar Schönberg und Irene Butter treffen sich im jüdischen Friedhof in Laupheim. Die Familie von Ben hatte das selbe Schicksal wie die der Familie Hasenberg. Bens Urgroßvater liegt neben Irenes Butter Vater, John Hasenberg.
2014
Gemeinsamer Besuch im
Museum zur Geschichte von
Christen und Juden.
 
2014
Irene Butter hält ihren Vortrag zum ersten mal in deutsch vor laupheimer Schülern des Carl-Lämmle-Gymnasiums un der Friedrich Adler-Realschule.
 
 
2022
Besuch von Irene Butter mit Freunden, hier im jüdischen Friedhof.
2022
2022
Irene Butter und Michael Schick am Grab von Irenes Vater, John Hasernberg.
2022
Kaffeenachmittag im Garten des Hotel Ochsen.
Irene genießt ihren geliebten Zwetschgenkuchen.
Danke noch an Magnus Wilfert für seine tollen
Koch- und Backkünste.
2022
2022
Empfang im Rathaus mit Oberbürgermeister Ingo Bergmann. Irene trägt sich in das "Goldene Buch" der Stadt Laupheim ein.
2022
2022
Gruppenfoto vor dem Rathaus
2025
Irene Butter besucht mit Iher Tochter Ella
und Freundin Hannah zum letzten Mal Laupheim.
2025
Gemeinsame Kaffeerunde mit
Zwetschgenkuchen und Freunden.
2025
Vortrag von Irene Butter an der
Robert-Bosch-Schule in Ulm,
mit Liveübertragung an weitere
drei Schulen in Ulm.
2025
Etwa 400 Schüler in der Aula
und weitere 900 Schüler per Live-Stream
verfolgen Irenes Lebensgeschichte.
2025
Dank an Irene Butter
und den Organisatoren.
2025
Abschied von Deutschland,
letztes gemeinsames Foto vor
dem Abflug am Folgetag in Frankfurt
.

 

 

 

Im Alter von 95 Jahren
Holocaust-Überlebende Irene Butter gestorben
Stand: 05.10.2026 • 09:52 Uhr

Die Holocaust-Überlebende und Friedensaktivistin Irene Butter ist in den USA verstorben. Die gebürtige Berlinerin wurde 95 Jahre alt. Vor zwei Jahren hatte sie das Bundesverdienstkreuz für ihre Aufklärungsarbeit als Zeitzeugin erhalten.

Die Holocaust-Überlebende Irene Butter ist am Freitag im Kreise ihrer Familie und Freunde in den USA gestorben. Das bestätigte ihre Agentin Mary Bisbee-Beek gegenüber dem NDR. Jahrzehntelang klärte die Wirtschaftswissenschaftlerin über ihre Erfahrungen als Jüdin unter den Nazis auf. Butter wurde 1930 als Irene Hasenberg in Berlin geboren. 1937 floh ihre Familie vor den Nazis nach Amsterdam - in das gleiche Viertel, in dem auch Anne Frank mit ihrer Familie lebte.

Deportation nach Bergen-Belsen, Ausreise in die USA

Nach dem Einmarsch der Deutschen in die Niederlande wurde die Familie Hasenberg deportiert und kam 1943 nach Westerbork in ein sogenanntes Durchgangslager. Dort sei eines Tages ein Paket angekommen, erinnerte sich Butter später. Ihr Vater hatte zuvor ecuadorianische Pässe bestellt, mit dem Plan, als ausländische Juden von den Nazis gegen im Ausland gefangen gehaltene deutsche Staatsbürger eingetauscht zu werden. Zunächst kam die Familie in das Konzentrationslager Bergen-Belsen. Auch Anne Frank traf Irene dort noch einmal wieder - sie sahen einander durch einen Stacheldraht getrennt, denn die sogenannten Austauschjuden waren in einem anderen Teil des Lagers untergebracht. Anne Frank starb in Bergen-Belsen. Nach knapp einem Jahr kam es dann zu einem Austausch - Butters durch Zwangsarbeit und die menschenunwürdigen Bedingungen im KZ geschwächter Vater starb jedoch zuvor. Ihre Mutter und ihr Bruder kamen in ein Krankenhaus, so dass Irene alleine ausreisen musste: über die Schweiz und Frankreich zunächst nach Algerien, dann in die USA. Dort studierte sie schließlich Wirtschaftswissenschaften und wurde Professorin an der Universität von Michigan.

Engagement und Auszeichnung
Jahrzehntelang sprach Irene Butter nicht über ihre Vergangenheit - bis sie während einer Gesprächsrunde über Anne Frank ihre Meinung änderte. Dort habe sie ihre "Verantwortung erkannt und angefangen zu reden", erklärte Butter später. Vor allem Schülerinnen und Schülern in den USA und in Deutschland erzählte sie ihre Geschichte. Dieses Engagement zeichnete der Bundespräsident im Jahr 2024 mit dem Bundesverdienstkreuz aus.

"Beeindruckende Stimme der Erinnerung" Kulturstaatsminister Wolfram Weimer würdigte Butters Verdienste. "Mit Irene Butter verlieren wir eine beeindruckende Stimme der Erinnerung und eine unermüdliche Kämpferin für den Frieden", erklärte Weimer. Sie habe sich jahrzehntelang für Aufklärung, Frieden und Verständigung eingesetzt. "Ihr Mut, ihre Stimme zu erheben und ihre persönliche Geschichte als Jüdin zu erzählen, ist von unschätzbarem Wert."

 

Wir trauern um Irene Butter (1930 – 2026)

Am 02. Oktober verstarb Irene Butter (geb. Hasenberg), Überlebende des KZ Bergen-Belsen, im Alter von 95 Jahren in Ann Arbor (USA).

Kindheit und Verfolgung durch das NS-Regime

Irene Hasenberg wurde im Dezember 1930 in Berlin in einer jüdischen Familie geboren. Die Hasenbergs waren wohlhabend und besaßen ein Bankhaus. Ihr Bruder Heinz-Werner war zwei Jahre älter als sie. Aufgrund der zunehmenden nationalsozialistischen Verfolgungsmaßnahmen emigrierte die Familie 1937 in die Niederlande, wo Irene eine jüdische Schule in Amsterdam besuchte. Im Juni 1943 erfolgte die Verhaftung der Familie Hasenberg, die zunächst in das Durchgangslager Westerbork verschleppt und im Februar 1944 in das KZ Bergen-Belsen deportiert wurde. Da die Familie im Besitz ausländischer Pässe war, konnte sie im Januar 1945 das Lager mit einem Austauschtransport in die Schweiz verlassen. Am 23.01.1945 starb John Hasenberg, der Vater von Irene, während des Transportes. 

Nach dem Krieg

Irene erreichte die rettende Schweiz und wurde dort von ihrer Mutter und ihrem Bruder getrennt. Bis Ende 1945 befand sie sich in einem DP-Camp in Algerien und konnte von dort in die USA auswandern. Nach Schule und College in New York studierte Irene Hasenberg von 1952 bis 1960 Wirtschaftswissenschaften und promovierte. Sie heiratete und bekam zwei Kinder. Beruflich lehrte sie ab den 1960er Jahren als Professorin an der University of Michigan.

Eine engagierte Zeitzeugin

Irene Butter schwieg jahrzehntelang über ihre furchtbaren Kindheits- und Jugenderlebnisse und die Traumata der NS-Verfolgung. Später wurde sie zu einer aktiven und international bekannten Zeitzeugin und Friedensaktivistin, hielt Vorträge, besuchte Schulen und setzte sich für die Erinnerungsarbeit ein. Im Sommer 2024 wurde sie für ihr Engagement mit dem Deutschen Bundesverdienstkreuz geehrt. 

Die Gedenkstätte Bergen-Belsen stand über viele Jahre in Kontakt mit Irene Butter. Im Jahr 2001 fand ein lebensgeschichtliches Interview mit ihr statt. Auszüge daraus befinden sich in unserer Dauerausstellung. 

Im April 2025 besuchte sie zum letzten Mal unsere Gedenkfeier.

Unser Mitgefühl gilt ihren Angehörigen und Freund*innen.

 

Kulturstaatsminister Weimer würdigt verstorbene Holocaust-Überlebende Irene Butter -„beeindruckende Stimme der Erinnerung“

Kulturstaatsminister Weimer hat die verstorbene Holocaust-Überlebende Irene Butter gewürdigt
.


Die 95-jährige Irene Butter, Zeitzeugin und Holocaust-Überlebende (IMAGO / Stephan Wallocha )

Er erklärte in Berlin, mit Irene Butter verliere man eine beeindruckende Stimme der Erinnerung und eine unermüdliche Kämpferin für den Frieden. Sie habe sich jahrzehntelang für Aufklärung, Frieden und Verständigung eingesetzt. Weimer betonte, ihr Mut, ihre Stimme zu erheben und ihre persönliche Geschichte als Jüdin zu erzählen, sei von unschätzbarem Wert gewesen.

Irene Butter starb im Alter von 95 Jahren in den Vereinigten Staaten. Das berichtet der NDR unter Berufung auf ihre Agentin. Butter wurde 1930 als Irene Hasenberg in Berlin geboren. 1937 floh ihre jüdische Familie vor den Nazis nach Amsterdam. Nach dem Einmarsch der Deutschen in die Niederlande kam sie ins Konzentrationslager Bergen-Belsen. Über einen Gefangenenaustausch gelangte sie 1945 in die USA.
Die Wirtschaftswissenschaftlerin berichtete jahrzehntelang Schülerinnen und Schülern von ihrer Lebensgeschichte. 2024 wurde Irene Butter dafür mit dem Bundesverdienstkreuz ausgezeichnet.

Diese Nachricht wurde am 05.10.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.

 

Im Alter von 95 Jahren:
Holocaust-Überlebende
Irene Butter ist tot


„Eine unermüdliche Kämpferin für den Frieden“: Die gebürtige Berlinerin Irene Butter überlebte als Jugendliche das Konzentrationslager Bergen-Belsen. Nun ist sie im Alter von 95 Jahren gestorben.

Die Holocaust-Überlebende Irene Butter ist tot. Wie der NDR berichtete, starb die gebürtige Berlinerin am Freitag in den USA im Kreise ihrer Familie und Freunde. Butter wurde 95 Jahre alt. Kulturstaatsminister Wolfram Weimer würdigte die Verdienste der Friedensaktivistin. „Mit Irene Butter verlieren wir eine beeindruckende Stimme der Erinnerung und eine unermüdliche Kämpferin für den Frieden“, erklärte Weimer am Sonntag in Berlin. Sie habe sich jahrzehntelang für Aufklärung, Frieden und Verständigung eingesetzt. „Ihr Mut, ihre Stimme zu erheben und ihre persönliche Geschichte als Jüdin zu erzählen, ist von unschätzbarem Wert.“ Butter wurde 1930 als Irene Hasenberg in Berlin geboren. 1937 floh ihre Familie vor den Nazis nach Amsterdam – in das gleiche Viertel, in dem auch Anne Frank mit ihrer Familie lebte. Nach dem Einmarsch der Deutschen kam sie ins Konzentrationslager Bergen-Belsen, wo auch Anne Frank ermordet wurde. Butter hatte Glück und wurde gegen Deutsche in den USA ausgetauscht. 1945 reiste Irene Butter in die USA aus, wo sie studierte und Professorin für Wirtschaftswissenschaften wurde.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

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