In der jüngeren Geschichte der Städte Laupheim und Biberach gibt es einen bisher wenig beachteten Berührungspunkt, der mit einigen Gräbern auf dem Laupheimer Judenfriedhof zu tun hat, die überwiegend erst nach dem Krieg angelegt wurden. Auf einem der Grabsteine erfährt man in englischer Sprache vom Tod eines Menschen im „Britischen Zivilinterniertenlager Biberach“ im Jahre 1944. Gemeint ist damit das als „Lager Lindele“ bekannt gewordene Internierungslager Ilag VB, ein von der Wehrmacht 1942 eingerichtetes Lager für deportierte britische Staatsbürger von den Kanalinseln, das bis 1945 vom Reichssicherheitshauptamt der SS verwaltet wurde. Reinhold Adler, der Autor eines Buches über die Lagergeschichte, wird in seinem Vortrag am Freitag, 16. März 2012, 19.30 Uhr, im Museum Laupheim, die Hintergründe dieses Lagers anhand von Fotos erläutern und das Rätsel jener Gräber zu lösen versuchen, in denen die jüdischen Opfer dieses Lagers ihre letzte Ruhe fanden.
* * *
| Rolf Emmerich erhält den German jewish Obermayer Award | Vorstellung der CD mit den Laupheimer Synagogengesängen | Ergreifender Bericht von Prälat Hermann Scheipers |